"Wir wollen dafür Sorge tragen, daß wir das Jungpferd nicht verdriessen,
                                und ihm seine freundliche Anmut nicht vertreiben -

  Denn diese gleicht dem Blütenduft, der niemals wiederkehrt,
                                                                        wenn er einmal verflogen ist."

                                                                                                                    Antoine de Pluvinel

Mit diesem Zitat von Pluvinel ist fast alles gesagt.

Ein Jungpferd sollte langsam und umsichtig geformt werden. Junge Pferde bringen wie Kinder Eigenschaften mit, die es so lange wie uns möglich zu erhalten gilt, welche wir aber auch für unsere spätere Reitpferdeausbildung umsichtig positiv beeinflussen und nutzen können. 

Pferde lernen sehr nachhaltig, junge Pferde lernen noch nachhaltiger.

 

Mit diesem Wissen ist es umso wichtiger, die Impulse, die wir bei Jungpferden setzen wollen, sehr bewusst, reflektiert und dosiert zu setzen. Denn negative Lernerfahrungen bleiben entsprechend genauso nachhaltig im Pferd, wie positive.

In der Jungpferdeausbildung ist weniger häufig mehr. Und anders herum bedeutet es für mich nicht, mein Jungpferd für die ersten drei Lebensjahre ohne menschliche Kontakte auf eine große Weide zu stellen, und im schlechtesten Fall die einzigen oder wenigen Begegnungen mit dem Menschen in Form eines Tierarztes, Hufschmiedes oder später dann mit der Absicht, zügig ein Reitpferd aus ihm zu machen. 

Ein junges Pferd sollte, genau wie ein Kind oder ein junger Hund, bereits in den ersten 36 Lebensmonaten positive Erfahrungen im Bezug auf den Menschen sammeln, und gewissen Grundregeln schon in dieser Zeit erlernt haben. 

Nutze ich diese Zeit, um immer wieder die richtigen Impulse zu setzen, kann die Reitpferdeausbildung deutlich entspannter und für Pferd und Mensch stressfreier und ungefährlicher mit zunehmenden Alter begonnen werden.

Selbstverständlich gehört für mich die Bodenarbeit zur Ausbildung eines Reitpferdes und geht dieser somit grundsätzlich voraus. Eine gute Bodenarbeit auch unter gymnastizierenden Aspekten sollte die Ausbildung unter dem Sattel jedoch ein Pferdeleben lang begleiten.

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